„Yidn vos hobn ibergelebt“
Am 1. April 1945 wurden ca. 800 jüdische Frauen aus Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei von der 9. US-Armee von einem sogenannten Todesmarsch befreit. Vorher hatten die Frauen Zwangsarbeit in Lippstadt leisten müssen und waren in dramatischer körperlicher Verfassung aufgefunden worden. Christina Wirth behandelt in ihrem Vortrag, was im Anschluss an die Befreiung der Frauen geschah. Ausgehend von der Untersuchung der Kategorisierungsprozesse rund um die Frauen beleuchtet sie die Entstehung des ersten jüdischen Displaced Persons Assembly Centers (DPAC) der Britischen Besatzungszone in Kaunitz.