Konzert des Madrigalchores Brakel zusammen mit dem Chro "Cantata" der Technischen Universität Krakau, dem Demtolder Kammerorchester, Anna Padalko (Alt) unter der Gesamtleitung von Hans-Martin Fröhling. Mehr als 2000 Aufführungen weltweit in den vergangenen 20 Jahren belegen nicht nur das große Intersesse sondern auch, dass man sich der Wucht und Kraft der Komposition nicht entziehen kann. Der sehnliche Wunsch nach Frieden ist ungebrochen. Das in 2000 uraufgeführte Werk ist ein aufrüttlndes Statement für den Frieden, das der Komponist mit teilweise sehr drastischen musikalischen und textlichen Mitteln zum Ausdruck bringt. Dabei setzt er auf Kontraste: Dem Soldatenlied L´homme armé, das zum Marsch in die Schlacht aufruft, folgt der Ruf des Muezzins, dem sich das Kyrie eleison anschließt, die klassische Eröffnung einer katholischen Messe. Hohe englische Dichtkunst von Alfred Lord Tennyson und Rudyard Kipling vereint sich mit plastischen martialischen Darstellungen der Schrecken und Folgen des Krieges, etwa aus dem Mahabharata, dem größten indischen Epos. Nicht nur textlich, auch musikalisch wird ein weiter Bogen gespannt. Das Klangbild reicht von Anklängen an den Gregorianischen Choral des Mittelalters, einem Zitat aus einer Renaissance- Messe bis hin zu dissonanten Entladungen. Das Werk endet mit einem schlichten a cappella-Choral zu Worten aus der Offenbarung des Johannes, womit der unverfälschte Glauben an den Frieden tief bewegend zum Ausdruck gebracht wird.