Er ist nicht das 'enfant terrible' des französischen Chansons, bezeichnet sich selbst aber als "nervigen Sänger", wenn er für soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Frieden Position bezieht. Renaud Séchan, geboren 1952, bringt seit Mitte der 1970er Jahre eine ganz eigene Sprache in seinen Liedern zum Ausdruck. Er ist das soziale Gewissen der Bürgerlichen, singt bissige Protestlieder, wie auch unerwartet zärtliche Oden an seine geliebte Frau. Dazu Lieder, die das Leben feiern – ob das "kleine Glück" der Verkäuferin oder Kurioses im Alkoholrausch. Renaud ist schnodderig, gerne unintellektuell, zugleich jedoch ein wacher Beobachter und ernsthafter Einordner von Ereignissen, die ihn selbst betreffen, betroffen machen. Er gibt Denkanstöße. Alle Teilnehmenden erhalten die Originalliedtexte mit Übersetzungen zum Lesen und Mitnehmen. Französische Sprachkenntnisse sind vorteilhaft, aber nicht nötig, um die Lieder zu genießen. Wer allein Lust auf die Musikalität der Sprache hat, ist hochwillkommen – die Lieder werden erläutert.