Der Kunstpunkt lädt ein zur Vernissage seiner 16. Ausstellung am 5.7.2026 um 11 Uhr
In Karin Oestreichs Mixed-Media-Collagen spielt das
Material die Hauptrolle. Auf handgeschöpften Papieren und altem Bauernleinen
komponiert sie das Ordnungsgefüge ihrer Collagen. Es ist ein Wechselspiel von
schwarz-weißen und farbigen Flächen und Linien, die in extremer Dichte und
meditativer Leere die Bildfläche beleben. Sie lässt sich von den Eigenarten der
Werkstoffe führen, die vornehmlich aus Latex, Garnen, Stoffen, Stahldrähten,
Tusche und Papieren bestehen. Die Liebe zum Spiel mit geometrischen Formen
lässt faszinierende Flachreliefs entstehen.
In der Serie „Eitelkeitsverlierer“
beschäftigt sich Ben Hermanni mit Ultra-Weitwinkel-Porträts in
Schwarz-Weiß. Die Gesichter wirken verzerrt und komisch. Die fotografierten
Personen müssen ihre Komfortzone verlassen und Eitelkeiten hinter sich lassen.
Die Videoinstallation zeigt den Großteil der Portraits in chronologischer
Reihenfolge. Unterlegt ist das Video mit der Eigenkomposition „Nicht die Eins“,
eine freie Improvisation zwischen Ben Hermanni (E-Bass) und Jürgen Dahmen
(Drums).
Günter Schulz zeigt neo-surrealistische Grafik. Unter dem
Titel: „Tiere sind auch Menschen“ geben die zumeist kleinformatigen Bilder
Problemsituationen des Alltags wieder, die beim Betrachter zunächst ein
entrüstetes „Das gibt’s doch nicht!“ hervorrufen. Ganz zurecht, denn das, was
man da zu sehen bekommt, ist tatsächlich befremdlich, ungewöhnlich, aber nicht
unmöglich. Lachen ist erlaubt!
Silke Hermanni lebt und arbeitet heute,
nach ihrem Studium Freie Kunst/Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf, in
Lemgo. In ihren Arbeiten nutzt sie eine breite Palette an Medien wie Öl- und
Acrylfarbe, aber auch Pastellkreide, Acryltinte und Farbspray. Zarte Lasuren
und Farbverläufe stehen im Kontrast zu pastosem Farbauftrag, gezeichneten
Linien sowie impulsiv gesprühten Linien. Es wird zerstört und neu gesetzt,
ungeplant, spontan. Manchmal an den Grenzen zum Kitsch, mit einem
Augenzwinkern.
Die Ausstellung läuft bis zum 9. August 26 und ist kostenfrei
Sa/So in der Zeit von 11.00 – 17.00 Uhr zu besichtigen. Ein Künstler/Künstlerin
ist in dieser Zeit anwesend und freut sich, mit den Besuchern ins Gespräch zu
kommen.