Die Malerei der Romantik - 21 große Meister illuminiert
Gewaltige Gebirge, verwitterte Ruinen und verlorene Schiffe – oder Wanderer auf dem Weg ins Nichts: Das sind die Motive der Romantik. Das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum zeigt eine Auswahl ihrer bedeutendsten Maler – von Caspar David Friedrich bis William Turner, von Johan Dahl bis Carl Spitzweg, von Iwan Aiwasowski bis Eugène Delacroix.
Männer wie diese schufen ergreifende und manchmal auch verstörende Gemälde, und zwar mit einer Farbgebung und Intensität, die die Kunstwelt revolutionierte. Ihre Themen waren die ewige Natur, die Vergänglichkeit des Menschen, das Geheimnisvolle – und eine scheinbar ursprünglichere Vergangenheit. Meisterwerke solcher Maler können die Besucher im Museum in einer besonderen Inszenierung erleben: auf spezielle Folien gedruckt und dabei von innen illuminiert – und vielfach auch vergrößert. So erlangen die Bilder eine neue, ganz eigene Eindringlichkeit.
Angetrieben wurden die Künstler der Romantik auch durch die unaufhaltsame Veränderung der Welt um sie herum. Denn damals, im 19. Jahrhundert, begann das Maschinen-Zeitalter: Stählerne Schienennetze zerschnitten das Land, turmhohe Schlote verrußten den Himmel, und unaufhaltsam wachsende Städte verschlangen Wiesen und Wälder. Deshalb zeigt das Museum auch einige der frühen Fotografien dieser neuen Zeit. Es bietet damit ein tieferes Verständnis für eine Malerei, die versuchte, genau diesen Wandel mit allen Mitteln auszublenden.
Möglich gemacht haben die Ausstellung verschiedene nationale und internationale Galerien, Museen und Digitalisierungsfirmen, die hochauflösende Reproduktionen der Gemälde und Fotografien zur Verfügung gestellt haben.
BILDNACHWEIS:
Yorck Projekt / Zenodot Verlagsgesellschaft [Ralf Szymanski u.a.]