Zwei Geschwister, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten und ein Vater, der zum Pflegefall wird und sich partout nur von seinen Kindern pflegen lassen will. Wer ist bereit, seinen Lebensentwurf in die Waagschale zu werfen. Und plötzlich tauchen noch ganz andere Konflikte und ein brodelndes Familiengeheimnis auf, der eigentliche Grund, warum Bruder und Schwester entzweit sind.
Spieldauer: 75 Minuten ohne Pause.
Seit zweieinhalb Jahren haben Bruder und Schwester kaum noch Kontakt. Ein schwerer Schicksalsschlag in der Familie hat dazu geführt, dass die beiden ohnehin so unterschiedlichen Geschwister sich meiden. Sie leben in unterschiedlichen Welten – Die Schwester hat in Rekordzeit fertig studiert und strebt nun eine Karriere als Anwältin in Brüssel an, der Bruder dümpelt seit fast zehn Jahren in einem Theater- Film- und Medienwissenschaftsstudium. Trotzdem träumt er von der großen Autorenkarriere. Das Einzige, was die beiden verbindet, ist ihr Vater. Und um den geht es, als der Bruder seine Schwester zu einem Chili sin Carne einlädt und die beiden zum ersten Mal wieder unter sich sind. Der Vater hat Parkinson und wird sehr bald zum Pflegefall. Er will sich jedoch von niemand anderen als seinen Kindern pflegen lassen. Die Geschwister werden gezwungen, ihre eigenen Lebensentwürfe in die Waagschale zu werfen – wer gibt einen Teil seines Lebens auf, um für den Vater zu sorgen? Doch je länger der Abend dauert, umso deutlicher wird: der Vater ist nur die Spitze des Eisberges. Darunter liegt ein großes, brodelndes Familiengeheimnis, der eigentliche Grund, warum die Geschwister sich verloren haben.