Diözesanmuseum Paderborn

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Markt 17, 33098 Paderborn

Museum/Ausstellung

Das Diözesanmuseum beherbergt eine umfangreiche Sammlung sakraler Kunst des 10. bis 20. Jahrhunderts.

Das Diözesanmuseum wurde in den 1970er-Jahren über den Gewölben des mittelalterlichen Bischofspalasts nach Plänen des bekannten deutschen Architekten Gottfried Böhm errichtet. Die Dauerausstellung zeigt normalerweise etwa 1000 Exponate sakraler Kunst des 11. bis 20. Jahrhunderts.

Besonders hervorzuhebende Objekte sind neben Skulpturen, Gemälden, Goldschmiedearbeiten und Paramenten die romanische Imad-Madonna (11. Jh.), eine der ältesten großfigurigen Darstellungen der thronenden Madonna in der abendländischen Kunst, sowie der Tragaltar des Rogerus von Helmarshausen (Anfang 12. Jh.), ein Meisterwerk romanischer Goldschmiedekunst von internationalem Rang, und der vergoldete Schrein des heiligen Liborius (1627). Die alten Gewölbe des Palastes von Bischof Meinwerk (1009 bis 1036) im Untergeschoss des Museums dienen heute als Domschatzkammer.

Neben einem umfangreichen museumspädagogischen Programm für Erwachsene und Schulklassen werden offene Kreativkurse für Kinder angeboten. Zudem veranstaltet das Museum regelmäßig Sonderausstellungen zu wichtigen Themen aus allen Bereichen christlicher Kunst und Kultur.

Sonderausstellung vom 30.08.2026-31.01.2027:
"PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit?"

Was hält die Zukunft für mich bereit? Werde ich glücklich? Wird ein Krieg ausbrechen? Bringt der nächste Sommer Dürre? Was ist der Sinn hinter allem? Seit Jahrtausenden stellen Menschen solche Fragen. Doch wer antwortet? Gibt es eine Macht, die unser Schicksal kennt und bestimmt? Und wem antwortet sie?

Poetisch, kreativ, partizipativ und mit neuen immersiven Erzähltechniken spürt das Diözesanmuseum Paderborn in der kommenden Ausstellung PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit? vom 30.08.2026 bis 31.01.2027 solchen Fragen nach.

Partner dieser dritten Ausgabe der Ausstellungsreihe CONNECT # ist das storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund. Das kiU erforscht neue mediale Formen des Erzählens und der kulturellen Vermittlung. Es entwickelt virtuelle Bild- und Klangwelten und setzt dabei immersive Techniken ein, die das Gefühl vermitteln, einzutauchen, selbst Teil des Geschehens zu sein. Techniken wie Virtual Reality, Augmented Reality, 360°-Film oder Videoprojektionsmapping kommen dort zum Einsatz. In der Paderborner Ausstellung inszeniert das kiU zwei Stationen. Im Mittelpunkt steht hier die Frage, wie und in welcher Gestalt Prophetien oder Formen prophetischer Deutung aus der Vergangenheit in heutiger Zeit fortbestehen und auch im KI-Zeitalter fortgeschrieben werden.

Von Kassandra bis KI: Das Museum als Resonanzraum
Die Ausstellung PROPHEZEIUNGEN vereint Objekte, Skulpturen, Gemälde und Handschriften aus Spätantike, Mittelalter und Barock mit Malerei, Plastik, Objektkunst und Installationen zeitgenössischer Künstler*innen. Durch eine Klangwolke aus Wortfetzen – konzipiert vom storyLab kiU – betreten die Besuchenden die Ausstellung. Spricht dort in weiter Ferne das Orakel von Delphi? Oder manifestiert sich hier nur mehr das eigene Unterbewusstsein?

Die mythische Prophetin Kassandra erscheint in der Ausstellung in Form einer zeitgenössischen Skulptur des Gegenwartskünstlers Thomas Duttenhoefer. Originale Orakelstäbchen aus dem 5.–9. Jahrhundert zeigen eindrücklich spätantike und mittelalterliche Praktiken göttlicher Befragung. Antike Seherinnen – die Sibyllen – werden noch auf neuzeitlichen Gemälden aus Klosterbesitz aufgerufen und belegen die nachhaltige Bedeutung ihrer Weissagungen durch die Jahrhunderte.

Objekte der Sammlung des Diözesanmuseums aber auch zeitgenössische Installationen von Künstler*innen wie Michael Triegel, Christoph Brech, Helmut Kirchlechner und Claudia Brieske schaffen darüber hinaus – gemeinsam mit der immersiven Intervention des storyLab kiU– einen Resonanzraum für frühchristliche Prophezeiungen.

Thematisch inspiriert wurde die Ausstellung von einem langjährigen Kooperationspartner des Museums, dem Lehrstuhl für Literaturwissenschaften der Universität Paderborn, der im Rahmen eines Seminars das Ausstellungsthema behandeln wird.

icon-info Details

Informationen zu Eintrittspreisen entnehmen Sie bitte der Homepage des Museums: www.dioezesanmuseum-paderborn.de.

Mit dem PKW:
Über die Autobahn A 33 bis zur Abfahrt Pad.-Zentrum oder Pad.-Schloß Neuhaus; dann Richtung Paderborn Innenstadt halten. Auf dem Inneren Ring (Innenstadtring) Richtung PaderHalle bzw. Maspernplatz halten (ggf. am Parkleitsystem orientieren). Über die Hathumarstraße zum Maspernplatz einbiegen.
Parken:
Parkmöglichkeiten für Pkw bestehen auf dem Maspernplatz am Rande der Paderborner Innenstadt (Zieladresse für das Navigationssystem: Heiersmauer 45, 33098 Paderborn). Dort gibt es normalerweise ausreichend Parkmöglichkeiten. Tipp: Lösen Sie ein preisgünstiges Tagesticket!
Eine Alternative ist das Parkhaus Neuhäuser Tor, an dem Sie auf dem zuvor beschriebenen Weg zum Maspernplatz vorbeikommen.
Informationen zu weiteren Parkmöglichkeiten in der Innenstadt und zu Tarifen: www.asp-paderborn.de.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit den Stadtbus-Linien 1, 2, 3, 4, 7, 8 (PaderSprinter) bis zur Haltestelle „Rathausplatz“.
Weitere Informationen zur Anreise mit dem Stadtbus gibt es unter www.padersprinter.de oder telefonisch unter 05251 6997222.

Parkplätze vorhanden
Schlechtwetterangebot
für jedes Wetter
für Gruppen
für Familien
für Individualgäste
Senioren geeignet

Infos einfach aufs Smartphone

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Autor

Karl Heinz Schäfer

Organisation

Tourist Information Paderborn / Verkehrsverein Paderborn e.V.

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