in Kooperation mit der Anne Frank Schule
Wenn jüdische Menschen in Deutschland heute wieder zögern, ihre Identität offen zu zeigen, dann ist das kein individuelles Problem – sondern ein gesellschaftliches. Nach dem 7. Oktober 2023 hat sich alles verändert. Junge Jüdinnen und Juden in Deutschland spüren täglich, wie die Bedrohung wächst – an Universitäten, in sozialen Medien, auf der Straße. Hanna Veiler, Präsidentin der European Union of Jewish Students, ist eine von ihnen. Die 1998 in Belarus geborene Aktivistin, politische Bildnerin und Publizistin gibt ihrer Generation eine Stimme. Am 2. Oktober 2026 erscheint ihr Buch "Jung, jüdisch, wütend. Unser Ringen um eine Zukunft in Deutschland".
Veiler erzählt darin von der Hoffnung einer neuen jüdischen Gemeinschaft, die Deutschland mitgestalten wollte – und wie diese Hoffnung der Angst weicht. Denn zwischen Wut und neuem Selbstbewusstsein stellt sich für viele die Frage: bleiben oder gehen? Bei uns liest die Autorin aus dem Text und spricht mit Dr. Mariella Gronenthal über wachsenden Antisemitismus, Identitätspolitik, historische Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten. Natürlich sind auch Fragen aus dem Publikum möglich.