Monolog von Franz Kafka
Bühnenfassung von Monika Hess-Zanger
mit Florian Bender
„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt“ – so beginnt eine der berühmtesten und rätselhaftesten Erzählungen der Literaturgeschichte. Und was zunächst wie ein böser Traum erscheint, entpuppt sich bald als erbarmungslose Realität. Gregor muss von nun an als Insekt leben. Aus der unentbehrlichen Stütze der verschuldeten Familie ist ein Wesen von monströser Nutzlosigkeit geworden, ein Fremdkörper, ein Parasit. Doch Gregor findet Gefallen an seiner Andersartigkeit, während seine Familie sich immer mehr von ihm abwendet und ihn ins Nebenzimmer verbannt. Die Familie hatte mal einen Sohn, einen Bruder. Jetzt wohnt nebenan ein ekelerregendes Insekt, das ein normales Leben unmöglich macht. Wenn man „ES“ doch einfach loswerden könnte. Denn Eigenschaften, die Gregor bisher auszeichneten – Mobilität, Anpassung und Arbeitseifer – sind mit einem Mal verloren gegangen. Eine Metamorphose, die im kleinbürgerlichen Familienkosmos Angst und Schrecken auslöst.