Unter dem Titel »Innere Welten« treffen zwei choreografische Perspektiven auf zentrale Themen Hesses: Identität, Zerrissenheit und die Kraft der Imagination ...
Ballett-Doppelabend nach Hermann Hesse von Ivan Alboresi und Douglas Lee | Uraufführung
Zum 150. Geburtstag Hermann Hesses im Jahr 2027 widmet sich das Ballett des Landestheaters Detmold einem Autor, dessen Schaffen wie kaum ein anderes die inneren Landschaften des Menschen erkundet. Unter dem Titel »Innere Welten« treffen zwei choreografische Perspektiven auf zentrale Themen Hesses: Identität, Zerrissenheit und die Kraft der Imagination.
Der erste Teil des Abends, choreografiert von Douglas Lee, lässt sich von Hermann Hesses »Die Märchen« inspirieren. Aus ihren symbolischen Bildern und atmosphärischen Welten entsteht eine poetische Tanzlandschaft zwischen Wirklichkeit und Fantasie.
Ivan Alboresi nimmt im zweiten Teil Motive aus dem Roman »Der Steppenwolf« auf. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung eines gespaltenen Selbst – zwischen gesellschaftlicher Ordnung und innerer Unruhe, zwischen Vernunft und Trieb. In der Choreografie wird der Körper zum Ort dieser Vielstimmigkeit: Figuren vervielfältigen sich, Bewegungen überlagern sich, Realität und Traum verschwimmen miteinander.
So verbindet »Innere Welten« existenzielle Selbstbefragung und märchenhafte Imagination – zwei Seiten eines Autors, der die Suche nach dem eigenen Selbst in immer neuen Bildern beschrieben hat.