Mit Flöte, Klarinette und Klavier ohnehin schon originell besetzt, hat sich das Trio Tastenwind längst einen Namen damit gemacht, hierzulande wenig bekannte Komponist*innen vorzustellen, bekannte Werke in neuem Klangkostüm zu präsentieren – oder Uraufführungen „ihres“ Komponisten Fabian Hauser zu zelebrieren. So auch hier: Lost ist sein jüngstes, ein dreisätziges Werk, dessen Sätze überschrieben sind mit Lost on Earth, Lost in Sky und Lost in Space. Von jeher lässt sich Hauser von seriöser Musik wie vom Jazz inspirieren und behält beim Vertonen eines Themenfelds die sinnliche Tragweite seiner Musik stets im Blick. Man darf also gespannt sein – besonders auch auf die inhaltlich hiermit korrespondierenden Texte, die Dirk Strehl lesen wird.
Musikalisch wird Lost konterkariert von anderen Werken, etwa einem Trio des britischen Komponisten Howard Blake. Das Ehepaar Clara und Robert Schumann grüßt aus der Romantik mit den Fantasiestücken für Klarinette und Klavier (Robert) sowie einer Komposition für Flöte und Klavier (Clara). Im zweiten Teil erklingt neben Hausers Lost ein Werk des Uruguay-Amerikaners Miguel del Aguila, den das Trio Tastenwind bereits im April-Kammerkonzert der vergangenen Spielzeit ausgiebig porträtiert hat: Disagree lautet sein Titel, der sich sicher nicht auf die bisher überaus harmonische Zusammenarbeit zwischen Komponist und Musiker*innen des Trios bezieht …
Rezitation: Dirk Strehl